Berlin (dpa) - Für Bundeskanzlerin Angela Merkel sind die gesetzlichen Regelungen für die digitale Medienwelt noch "nicht ausreichend". Allerdings ließen sich Urheberschutz und viele andere Fragen nicht nur national lösen, sagt Merkel in ihrer vom Bundespresseamt veröffentlichten wöchentlichen Botschaft.

"Wir können sicherlich Vorschläge machen, wir können auch in manchen Bereichen Vorreiter sein, aber zumindest müssen wir unsere Ideen dann auch EU-weit einbringen und diese Dinge dort diskutieren, damit wenigstens in den 27 Mitgliedstaaten der EU der gleiche Rahmen gilt." Daran arbeite die Bundesregierung intensiv. Dabei seien die Interessen aller zu berücksichtigen – die der Urheber und der Vertreter der gewerblichen Nutzung ebenso wie die der Verbraucher, erklärte die Kanzlerin.

Sie empfängt am kommenden Dienstag Vertreter der Deutschen Content Allianz, eines Verbandes zur Vertretung der digitalen Interessen von Medien, Buchhandel und Musikindustrie.