Athen (dpa) – Drei von zehn Griechen sind der Auffassung, dass unter den Obristen zwischen 1967 und 1974 "die Dinge besser waren als heute". Dies ergab eine Umfrage zum 46. Jahrestag des Militärputsches am 21. April 1967, die in der Zeitung "Eleftherotypia" veröffentlicht wurde.

63 Prozent sind nicht dieser Ansicht und sieben Prozent wollten keine Meinung äußern.

Die Linksparteien sehen die Militärjunta deutlich kritischer als die Konservativen. So sind 46 Prozent der Wähler der konservativen Regierungspartei Nea Dimokratia der Ansicht, dass es unter der Diktatur besser war. Beim oppositionellen Bündnis der radikalen Linken (Syriza) sind es 24 Prozent und bei den Kommunisten (KKE) 17 Prozent.

Besonders der Demokratie zugetan zeigen sich die Anhänger der beiden Juniorpartner in der Athener Regierung, der sozialistischen Pasok und der Demokratischen Linken. Hier sind lediglich 13 bzw. 12 Prozent der Ansicht, unter der Diktatur sei vieles besser gewesen.

Am 21. April 1967 hatte sich das griechische Militär unter dem Obristen Georgios Papadopoulos an die Macht geputscht. Die Diktatur brach im Juli 1974 nach einem von ihr initiierten Putsch auf Zypern und der anschließenden türkischen Invasion der Insel zusammen.

Zeitung "Eleftherotypia" (in Griechisch)

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