Berlin (dpa) - Die Union ist in der Wählergunst nach einer neuen Umfrage zurückgefallen - womöglich wegen der innerparteilichen Querelen um die Einführung einer Frauenquote. Im "Sonntagstrend" des Instituts Emnid für "Bild am Sonntag" verlieren CDU und CSU zwei
Punkte und landen bei 39 Prozent.

Unverändert ist der Wert für die SPD (26 Prozent) - trotz des Bundesparteitags Mitte April, von dem sich die Sozialdemokraten eine belebende Wirkung erhofft hatten. Auch Grüne (14 Prozent), Linkspartei (8) und FDP (5) blieben gleich. Hinzugewinnen konnte laut Emnid die Piratenpartei mit nun 4 Prozent (plus 1). Das Institut befragte vom 11. bis 17. April 2410 Personen.

Nach einer Umfrage von TNS Emnid im Auftrag des Magazins "Focus" ist mehr als die Hälfte der Bürger dagegen, dass sich die Grünen auf die SPD als Koalitionspartner festlegen. 55 Prozent plädieren dafür, dass sich die derzeit in allen Umfragen stabil bei etwa 15 Prozent liegenden Grünen Bündnisse mit anderen Parteien offen halten. 26 Prozent befürworten die derzeit offiziell gültige Festlegung auf die SPD, 19 Prozent machten keine Angabe.

Die Grünen-Wähler sind laut Umfrage gespalten: 45 Prozent finden, dass die Partei sich auf die Sozialdemokraten festlegen sollte, 49 Prozent wollen diese Frage offen halten, 6 Prozent machen keine Angabe. TNS Emnid befragte am 17./18. April 1007 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger.

Die neue euroskeptische Partei Alternative für Deutschland (AfD) erreicht in einer Infratest-dimap-Umfrage für die ARD bei der Sonntagsfrage aus dem Stand 3 Prozent. Die Union verliert gegenüber der Vorwoche einen Punkt auf 41 Prozent. Die SPD erreicht unverändert 27 Prozent, die Grünen 14 Prozent (minus 1). Die FDP verharrt auf 4 Prozent, die Linke auf 7 Prozent.

Infratest dimap befragte im Auftrag des ARD-"Presseclubs" am 16./17. April bundesweit telefonisch 1000 Wahlberechtigte (Fehlertoleranz: 1,4 Punkte bei einem Anteilswert von 5 Prozent; 3,1 Punkte bei einem Anteilswert von 50 Prozent).