Trier (dpa) - Rund 15 Jahre nach dem Tod des österreichischen Popstars Falco ist sein Leben erstmals als Tanzstück auf die Bühne gekommen. Das Theater Trier feierte am Samstagabend die Uraufführung von "Falco - The Spirit Never Dies" - und das Publikum war begeistert.

Im Zentrum der tänzerischen Reise durch Falcos Leben (1957-1998) stand sein Umgang mit dem Showbusiness: Der kometenhafte Aufstieg in jungen Jahren und seine späteren Probleme mit Alkohol und Drogen. "Es ist keine bunte Revue, sondern die Geschichte eines Künstlers mit Höhen und Tiefen in seiner Karriere", sagte der Dramaturg des Stücks, Peter Oppermann.

"Je erfolgreicher Falco wurde, desto kaputter wurde er als privater Mensch", sagte Choreographin Amy Share-Kissiov. Diesen Konflikt zeichnete die in Berlin lebende Australierin gelungen nach, indem sie zwei Figuren für Falco auf die Bühne brachte: Den Sänger und den bürgerlichen Johann (Hans) Hölzl. Schauspieler und Sänger Alexander Kerbst, der sich als Falco-Double im Musical "Falco Meets Amadeus" einen Namen gemacht hat, sang alle Hits ("Rock Me Amadeus", "Der Kommissar") live. Das Publikum belohnte die Aufführung mit tosendem Applaus.

Falco verkaufte zu Lebzeiten viele Millionen Platten und schaffte es als Erster mit einem deutschen Lied an die Spitze der US-Charts. Er kam bei einem Verkehrsunfall ums Leben.

Theater Trier

Falco