Wilhelmshaven (dpa) - Weniger Nahrung, mehr Nesträuber: Seltene Brutvogelarten im Wattenmeer sind auf dem Rückzug. Experten aus Deutschland, Dänemark und den Niederlanden haben einen Rückgang von zwei Drittel aller international überwachten Arten festgestellt.

Die vergangenen zehn Jahre zeigen nach Angaben des gemeinsamen Wattenmeersekretariats in Wilhelmshaven (Niedersachsen), dass sich die Abnahme einiger Arten beschleunigt hat. Betroffen davon sind zum Beispiel Austernfischer, Säbelschnäbler und Küstenseeschwalbe.

Verantwortlich für den Rückgang sei der niedrige Bruterfolg. Viele Arten kämpften mit einer steigenden Anzahl von Nesträubern, häufigeren Überflutungen der Brutgebiete, schwindendem Nahrungsangebot und Veränderungen ihres Lebensraums.

Die Experten schlagen verschiedene Maßnahmen vor, um Brutvögeln zu helfen. So sollte zum Beispiel der natürliche Gezeiten-Wasserhaushalt in Grasland und Salzwiesen wiederhergestellt und müssten Nesträuber auf den Wattenmeerinseln stärker bekämpft werden.

Wattenmeersekretariat