Frankfurt/Main/Nürnberg (dpa) - Der designierte neue Präsident des Deutschen Städtetags, Ulrich Maly (SPD), sieht die Städte wegen steigender Mieten und Immobilienpreise zunehmend gefordert.

Wohnen in der Großstadt dürfe nicht zu einem Luxusgut werden, sagte Maly in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa anlässlich des Auftakts der Städtetags-Hauptversammlung an diesem Dienstag. Um die Lage wieder etwas zu entspannen, müssten die Städte beispielsweise über eine stärkere Nutzung von Baulücken und die Ausweisung neuer Bauflächen für den Wohnungsbau nachdenken.

Maly ist der Oberbürgermeister von Nürnberg. Der Sozialdemokrat soll am Donnerstag in Frankfurt am Main zum neuen Chef des kommunalen Spitzenverbandes gewählt werden.

"Wir brauchen aber auch eine völlige Neukonstruktion der sozialen Wohnungsbauförderung", ergänzte Maly. Die derzeitige Förderung unterstütze Bauherren bei der Finanzierung von Wohnungen mit zinsverbilligtem Krediten. Wegen der ohnehin niedrigen Darlehenszinsen löse dieser Ansatz aber nicht das eigentliche Problem. "Es wäre sinnvoller, wir hätten bei Bodenpreisen und Baukosten die Möglichkeit, diese über soziale Wohnungsbauförderung herunterzusubventionieren", gab Maly zu bedenken.

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