Köln (dpa) - Nach einem Ergebniseinbruch in seiner Sparte MaterialScience rechnet der Pharma- und Chemiekonzerns Bayer mit Ergebnisverbessrungen im Geschäft mit hochwertigen Kunststoffen.

"MaterialScience soll in spätestens drei Jahren wieder seine Kapitalkosten erwirtschaften", kündigte Vorstandschef Marijn Dekkers am Freitag bei der Hauptversammlung in Köln an.

Die konjunkturanfällige Sparte, die im vergangenen Geschäftsjahr rund 29 Prozent zum Konzernumsatz von knapp 40 Milliarden Euro beigetragen hatte, musst im ersten Quartal 2013 ein Minus von 65 Prozent beim operativen Ergebnis (Ebit) hinnehmen.

Nach 121 Millionen Euro im entsprechenden Vorjahresquartal 2012 war das operative Ergebnis der Sparte im ersten Quartal 2013 auf 42 Millionen Euro zurückgegangen.

In seinem 150. Jubiläumsjahr will Bayer seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung weiter steigern. Geplant seien Aufwendungen von 3,2 Milliarden Euro nach 3,0 Milliarden Euro im vergangenen Jahr, sagte Dekkers.

Der Konzern rechne im laufenden Jahr mit einem bereinigten Umsatzanstieg von etwa 4 bis 5 Prozent und erwarte einen Umsatz von etwa 41 Milliarden Euro, so der Vorstandschef. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) rechne das Unternehmen mit einem Plus im mittleren einstelligen Prozentbereich.

Im ersten Quartal des laufenden Jahres war der bereinigte Konzernumsatz um 3,7 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro gestiegen. Das Konzernergebnis legte um 11,5 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Den Aktionären winkt eine auf 1,90 (Vorjahr 1,65) Euro erhöhte Dividende.

Vor Beginn des Aktionärstreffens hatten Aktivisten von Greenpeace demonstriert und ein Verbot von bestimmten Bayer-Pflanzenschutzmitteln gefordert. Die Aktivisten warfen dem Unternehmen vor, mit den Wirkstoffen zu einem Bienensterben beizutragen. Das Unternehmen wies die Vorwürfe zurück.