München (dpa) - Nach 28 Jahren ist Eintracht Braunschweig zurück in der höchsten deutschen Spielklasse. Zum Auftakt des 31. Spieltags in der 2. Bundesliga gewannen die Niedersachsen beim FC Ingolstadt mit 1:0 (0:0) und machten damit als zweites Team hinter Hertha BSC den Sprung nach oben perfekt.

"Heute ist ein Riesentraum für uns und ganz ganz Braunschweig in Erfüllung gegangen. Es ist ein unglaublicher Tag", sagte Trainer Torsten Lieberknecht im TV-Sender Sky.

Besiegelt ist auch bereits der Abstieg von Schlusslicht Regensburg, das nach dem 0:1 (0:0) bei Union Berlin nicht mehr vor dem Sturz in die Drittklassigkeit zu retten ist. Auch der SV Sandhausen steht nach dem 0:1 (0:1) daheim gegen den VfL Bochum vor dem Wiederabstieg.

Vor einer Woche hatte Braunschweig beim 1:1-Heimremis gegen Erzgebirge Aue noch gepatzt, in Ingolstadt waren die Niedersachsen zur Stelle. Zwar verlief die erste Hälfte ohne größe Höhepunkte, nach dem Wechsel war es zur Freude der mehr als 2200 mitgereisten Eintracht-Fans dann aber soweit. In der Nachspielzeit traf Damir Vrancic mit einem feinen Freistoß (90+2. Minute) - und sorgte für unbändigen Jubel bei den Gästen.

Trainer Lieberknecht rannte erst einmal in die Katakomben der Ingolstädter Arena und hatte danach Tränen in den Augen. "Das ist ein unbeschreibliches Gefühl. Und es werden nicht letzten Tränen sein", sagte der Erfolgscoach. Die Eintracht darf sich nun auf Gegner wie Bayern München und Borussia Dortmund freuen.

Aufstiegsjubel in Braunschweig, Abstiegsfrust in Regensburg: Die Niederlage bei Union Berlin besiegelte den Sturz der Oberpfälzer in die Drittklassigkeit. Torsten Mattuschka sorgte mit seinem verwandelten Foulelfmeter (63.) für den Erfolg der Hauptstädter. Im Kampf gegen den direkten Wiederabstieg half Regensburg dagegen auch die Verpflichtung des früheren polnischen Nationalcoachs Franciszek Smuda nichts, einen einzigen Sieg hat der Jahn-Trainer in der Rückrunde zu Buche stehen.

Sandhausen dürfte Regensburg beim Gang in die Drittklassigkeit begleiten. Der Neuling unterlag daheim gegen den Vfl Bochum durch den Treffer von Marcel Maltritz (41.) und wäre bei einem Sieg von Dynamo Dresden am Samstag im Gastspiel beim FSV Frankfurt ebenfalls bereits definitiv abgestiegen. Bochum setzte dagegen am 58. Geburtstag von Trainer-Rückkehrer Peter Neururer seinen Aufwärtstrend fort und darf nach dem dritten Dreier hintereinander mehr denn je auf den Klassenverbleib hoffen.

2. Bundesliga