Hameln (dpa) - Die Schüsse auf den Hamelner Landrat Rüdiger Butte hat der Täter nach Polizeiangaben geplant und sehr gezielt abgegeben. Der 74-Jährige habe sich zunächst im Landratsbüro angemeldet und das Zimmer des Verwaltungschefs dann nach Aufforderung betreten, sagte ein Polizeisprecher.

Dann habe der Mann nach den bisherigen Ermittlungen mehrere Schüsse auf den Landrat abgefeuert. Tatwaffe sei ein Revolver gewesen. Nach der Tat habe der 74-Jährige sich selbst erschossen. Augenzeugen für das Verbrechen gibt es nicht. Nach unbestätigten Informationen soll es sich bei dem Täter aus dem Landkreis Hameln-Pyrmont um einen Waffennarren gehandelt haben.

Die Sprecherin des Landkreises Hameln-Pyrmont, Sandra Lummitsch, hörte die Schüsse in einem benachbarten Büro. Lummitsch sagte der Nachrichtenagentur dpa, anschließend sei die Vorzimmerdame des Landrats in ihr Büro gelaufen und habe gerufen: "Etwas Schreckliches ist passiert."

Die Sprecherin setze einen Notruf an die Polizei ab. Danach habe sie sich mit der Kollegin im Büro eingeschlossen. Der Täter sei ihr bisher nicht bekanntgewesen, sagte die Kreissprecherin.