Berlin (dpa) - Die WM-Qualifikation wird für den Olympia-Achten Markus Deibler kein Selbstläufer. Der Hamburger verpasste bei den deutschen Schwimm-Meisterschaften in Berlin im Vorlauf über 200 Meter Lagen am Freitag die für die WM geforderte Zeit.

In 2:02,21 Minuten blieb der Hamburger 0,77 Sekunden über der Vorlauf-Norm. Allerdings ist Markus Deibler aufgrund seiner Olympia-Leistungen vornominiert, so dass er als Erster oder Zweiter des DM-Finales am Abend auch ohne Normzeit bei der WM in Barcelona vom 19. Juli bis 4. August dabei wäre.

"Ich wusste überhaupt nicht, was ich drauf habe. Vor der DM war ich drei Wochen krank, konnte keine hohen Belastungen schwimmen", sagte Markus Deibler enttäuscht. Der Kurzbahn-Europameister von 2011 tritt noch über die 100 und 200 Meter Freistil an.

Vorlaufschnellster war Philip Heintz (Mannheim). In 2:00,53 blieb er als einziger Schwimmer unter der WM-Norm. Im Vorlauf wird die Zeit von Platz 24 der WM 2011 verlangt, im Finale müsste Heintz dann schneller sein als WM-Platz 16. Schneller als Markus Deibler war auch der Mainzer Kevin Wedel.

Für die beste Leistung des Morgens sorgte Steffen Deibler. Über 50 Meter Schmetterling blieb er in 24,48 nur 0,12 Sekunden über seinem deutschen Rekord. Generell purzelten die Normen in den Vorläufen über die nicht-olympischen Sprint-Strecken. So blieben über 50 Meter Brust der Frauen alle zehn Finalteilnehmerinnen unter der im Vorlauf geforderten Zeit. Herausragend dabei war Dorothea Brandt. Die Essenerin war in 31,01 mehr als eine Sekunde schneller als die zweitplatzierte Teamkollegin Caroline Ruhnau. "Schlechtes Rennen, aber gute Zeit", lautete Brandts Kommentar.

WM-Normzeiten

DM-Ergebnisse