Berlin (dpa) - Steffen Deibler hat in Weltjahresbestzeit seinen deutschen Meistertitel über 100 Meter Schmetterling erfolgreich verteidigt.

Der Olympia-Vierte aus Hamburg schlug nach 51,19 Sekunden mit deutschem Rekord vor dem Mannheimer Philip Heintz (52,29) an. Beide unterboten damit die deutsche Norm für die Schwimm-Weltmeisterschaften vom 19. Juli bis 4. August in Barcelona. Für Steffen Deibler war es der dritte Titel bei diesen Meisterschaften. Im Frauen-Rennen siegte ohne Normerfüllung die Münchnerin Alexandra Wenk in 59,04 Sekunden.

Drei Hundertstelsekunden war Deibler schneller als Benjamin Starke bei seiner fast vier Jahre alten deutschen Bestmarke aus der Zeit der Hightech-Anzüge. "Ich habe mich heute selbst überrascht. Das hat super Spaß gemacht", sagte der Hamburger. "Das war sauschnell, schneller als Phelps bei seinem Olympiasieg. Das macht Spaß."

Auch Christian vom Lehn hat sich mit einer Spitzenzeit in der Weltklasse über 200 Meter Brust zurückgemeldet. Der Essener schwamm in 2:08,81 Minuten weltweit die zweitschnellste Zeit des Jahres. Vom Lehn verpasste in persönlicher Bestzeit den vier Jahre alten deutschen Rekord um 0,58 Sekunden. Der WM-Dritte von 2011 hatte im Vorjahr gesundheitliche Probleme. Rekordhalter Marco Koch war im Vorlauf wegen eines technischen Fehlers disqualifiziert worden.

In Abwesenheit von Paul Biedermann hat sich Clemens Rapp den Titel über 200 Meter Freistil gesichert. Der Staffel-Europameister aus Bad Saulgau gewann in Berlin in 1:47,13 Minuten vor Dimitri Colupaev (Mainz/1:47,54). Rapp sicherte sich damit den Einzelstart über diese Strecke bei der Schwimm-WM in Barcelona.

Für eine WM-Staffel empfahlen sich neben Colupaev auch Tim Wallburger und Yannick Lebherz auf den Plätzen drei und vier. Bei den Frauen holte sich die Magdeburgerin Johanna Friedrich in 2:00,13 Minuten den Sieg. Ein WM-Ticket konnte aber keine Starterin lösen.