Berlin (SID) - Insgesamt 21 Schwimmer konnten auf den Einzelstrecken der DM in Berlin die Norm für die Weltmeisterschaften in Barcelona (19. Juli bis 4. August) erfüllen. Zum Abschluss der 125. Titelkämpfe sicherte sich noch der 200-m-Freistilschwimmer Clemens Rapp (Bad Saulgau/1:47,13 Minuten) das WM-Ticket.

Für einen Paukenschlag sorgte der Olympiavierte Steffen Deibler, der das Finale über 100 m Schmetterling in deutscher Rekordzeit von 51,19 Sekunden gewann. Deibler blieb drei Hundertstelsekunden unter der alten, im High-Tech-Anzug geschwommenen Bestmarke des Berliners Benjamin Starke und setzte sich zudem an die Spitze der Weltjahresbestenliste. "Ich habe mich heute selbst überrascht", sagte Deibler.

Insgesamt wurde das Ziel von Bundestrainer Henning Lambertz von 30 Normerfüllern zwar verfehlt, durch zusätzlichen Nominierungen über die Staffeln und mögliche Ausnahmeregelungen wie bei der erkrankten Britta Steffen (Halle/Saale) oder dem disqualifizierten Marco Koch (Darmstadt) könnte das deutsche WM-Team noch anwachsen. Die WM-Aufgebot wird der DSV am Montag bekannt geben.

Dann dürfte auch der Name Britta Steffen auf der Liste stehen, obwohl die Weltrekordlerin mit ihren krankheitsbedingten Startabsagen strenggenommen die Leistungsnachweise nicht erbracht hat. Lambertz signalisierte aber bereits, die Doppel-Olympiasiegerin von 2008 "wohlwollend zu beurteilen" und ihr eine Sonderbehandlung einzuräumen.

Womöglich wird Steffen der eine freie Einzelstartplatz über 100 m Freistil neben der deutschen Meisterin Daniela Schreiber (Halle) zugesprochen. Ein Start auf ihrer Paradestrecke 50 m Freistil scheint jedoch unwahrscheinlich. Im Finale am Sonntag erfüllten sowohl Siegerin Dorothea Brandt (Essen) als auch Schreiber die Norm.