Ingolstadt (dpa) - Audi hält trotz der Krise auf Europas Automärkten am Ziel eines neuen Verkaufsrekords in diesem Jahr fest. Allerdings rechnet die VW-Tochter damit, 2013 weniger Geld zu verdienen als noch 2012.

Der Umsatz dürfte hingegen leicht steigen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Ingolstadt mit. Die seit Montag bekannten Daten für das erste Quartal zeigen genau diese Entwicklung: Audi hat gemessen an den Verkaufszahlen das beste Auftaktquartal der Firmengeschichte hinter sich.

Zwar bremsten Rückgänge im März das Absatzplus ein wenig, insgesamt verkaufte die Nobelmarke in den ersten drei Monaten weltweit rund 369 500 Auto, knapp 7 Prozent mehr als zwischen Januar und März des vergangenen Rekordjahres. Finanziell geht es allerdings nicht nach oben: Neben der Lage in Europa drückten im ersten Quartal unter anderem Ausgaben für den Ausbau der Fertigung das operative Ergebnis der VW-Tochter.

Wie bereits aus den VW-Zahlen vom Montag bekannt ist, sank das Ergebnis um 7,3 Prozent auf rund 1,3 Milliarden Euro. Der Umsatz der Nobelmarke schrumpfte um gut 5 Prozent auf rund 11,7 Milliarden Euro. Das sind - trotz aller Probleme - Zahlen, von denen viele gebeutelte Autobauer in Europa allerdings nur träumen können. Die Oberklassehersteller BMW, Daimler und Audi konnten bislang vor allem dank brummender Geschäfte in Übersee der Misere in Europa trotzen.

Allerdings nimmt der durch die Krise, aber auch die unsicheren Konjunkturaussichten weltweit, ohnehin scharfe Wettbewerb zu. Mit Preisnachlässen kämpfen die Hersteller um Kunden und Marktanteile, damit sinkt jedoch der Gewinn pro Fahrzeug, auch das drückt die Bilanz. Der Branchenprimus der Oberklasse, BMW, präsentiert am Donnerstag seine Quartalszahlen. Fachleute rechnen mit einem ähnlichen Bild wie bei Audi. Wie die Verfolger aus Ingolstadt peilen aber auch die Münchner bislang ein neues Rekordjahr an.