München (dpa) - Uli Hoeneß hat in seiner Steueraffäre Verbindungen seines Schweizer Kontos zum FC Bayern München ausgeschlossen.

«Dieses Konto war ganz allein Uli Hoeneß», sagte der Bayern-Präsident im Interview der «Zeit» (Donnerstag), aus dem «Zeit Online» am Mittwoch Auszüge veröffentlichte. Nach seiner Selbstanzeige ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den 61-Jährigen wegen Steuerhinterziehung.

«Es ist eine Situation, die kaum auszuhalten ist. Ich schlafe sehr schlecht», sagte Hoeneß. Der Bayern-Patriarch betonte: «Ich habe Riesenmist gebaut, aber ich bin kein schlechter Mensch.» Er wollen seinen Fehler «so gut wie möglich korrigieren». Hoeneß räumte ein, mit seiner plötzlichen Rolle als Buhmann ein «großes Problem» zu haben. «Ich fühlte mich in diesen Tagen auf die andere Seite der Gesellschaft katapultiert, ich gehöre nicht mehr dazu», sagte er.

Der Bayern-Präsident zeigte sich überrascht vom Bekanntwerden seiner Selbstanzeige. Zudem reagierte er auf die Kritik von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sich über ihren Sprecher «enttäuscht» von Hoeneß gezeigt hatte. «Ich würde mir wünschen, dass ich irgendwann die Gelegenheit bekäme, der Bundeskanzlerin in einem persönlichen Gespräch zu erklären, wie es so weit kommen konnte, der ganze Mist», sagte Hoeneß.

Interview-Auszüge