Leipzig (SID) - Aufgrund der enormen Ticketnachfrage plant der HC Leipzig vor dem Traumfinale um die deutsche Frauenhandball-Meisterschaft eine Vergrößerung der Hallenkapazität. Zum Final-Hinspiel am Sonntag (14.30 Uhr) gegen Titelverteidiger Thüringer HC sollen etwa 6000 statt der üblichen 4800 Zuschauer in der Arena Leipzig Platz finden. "Aufgrund einer Konzertveranstaltung am Samstag wird dann nicht ganz so einfach, aber der Hallenbetreiber ZSL sucht mit uns zusammen nach einer gangbaren Lösung für den Umbau", sagte HCL-Manager Kay-Sven Hähner.

In der sächsischen Messestadt sei man "optimistisch, dass wir das auch hinbekommen werden. Aus Thüringen erwarten wir eine große Fan-Anzahl, deswegen macht es zudem absolut Sinn", sagte Hähner.

Nicht nur wegen des großen Interesses steigt die Vorfreude auf den Handballgipfel. Erstmals kommt es in diesem Jahr im Endspiel zum ostdeutschen Derby. "Die Situation ist schon etwas ganz Besonderes in diesem Jahr. Durch die Änderungen des Modus ab der kommenden Saison ist es das letzte Play-off-Finale überhaupt und das gegen den THC - besser kann es doch gar nicht sein", sagte Hähner, der mit seiner Mannschaft am 12. Mai zum Rückspiel im thüringischen Bad Langensalza antritt.

Da es in Thüringen ein deutlich begrenzteres Ticketkontingent geben wird, soll es in Leipzig zum zweiten Endspiel ein Public Viewing geben. "Wir sind gerade auf der Suche nach einer geeigneten Location für so ein Vorhaben", sagte Hähner.

Leipzig steht zum ersten Mal seit drei Jahren wieder im Endspiel, der THC konnte in den vergangenen beiden Jahren den Titel gewinnen und setzte sich im Pokalfinale vor knapp zwei Wochen überlegen mit 30:22 (15:11) gegen den HCL durch.