Vevey (SID) - Der Ringer-Weltverband FILA geht gegen das drohende Olympia-Aus in die Offensive. Auf einer Sondersitzung am 18. Mai in Moskau will die FILA verschiedene Möglichkeiten diskutieren, um die Teilnahme der Sportart an den Olympischen Spielen doch noch zu sichern. "Es wird eines der wichtigsten Treffen in der Geschichte unseres Sports. Wir sind stolz auf unsere Vergangenheit, müssen jetzt aber in die Zukunft schauen und stark genug sein für Veränderungen", sagte Interimspräsident Nenad Lalovic.

Unter den Tagesordnungspunkten stehen Entscheidungen über eine Vielzahl neuer Regeln sowie die Wahl von Lalovic als Präsident der Organisation. Zudem sollen aktive Sportler künftig Verantwortung übernehmen und mehr Frauen Führungspositionen besetzen.

Die IOC-Exekutive hatte im Februar bekannt gegeben, die traditionsreiche Sportart ab den Olympischen Spielen 2020 aus dem Programm streichen zu wollen. Ringen kann sich allerdings kurz nach dem FILA-Sondermeeting wie sieben weitere Sportarten bei der Sitzung des IOC-Executive-Boards am 29. Mai in St. Petersburg erneut präsentieren, um als zusätzliche Sportart noch ins Programm für 2020 zu rücken. Die endgültige Entscheidung über die olympische Zukunft des Ringens fällt im Septemer auf der IOC-Session in Buenos Aires.