Peking (dpa) - Chinas Militär hat amerikanische Vorwürfe wegen Hacker-Angriffen auf die USA als "unverantwortlich" zurückgewiesen.

Ein jüngster Bericht des Pentagons enthalte "haltlose Beschuldigungen", zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag den Forscher Wang Xinjun von der Militärakademie der Volksbefreiungsarmee.

"Auch wenn allgemein bekannt ist, dass der Ursprung von Hacker-Angriffen nicht nur durch die Internet-Protokoll-Adresse bestimmt werden kann, ziehen es einige Leute im Pentagon weiter vor zu glauben, dass sie aus China kommen, weil sie immer ein Gefühl der Rivalität haben", sagte Wang Xinjun.

In seinem am Vortag in Washington veröffentlichten Jahresbericht zur Entwicklung des chinesischen Militärs hatte das amerikanische Verteidigungsministerium mit dem Finger auf China gezeigt: "China nutzt seine Möglichkeiten zur Ausbeutung von Computer-Netzwerken, um Informationen über diplomatische, wirtschaftliche sowie Verteidigungsbereiche zu sammeln."

Diverse Attacken auf Computer der US-Regierung schienen direkt von chinesischen Behörden oder dem Militär auszugehen. China könne die Informationen für seine eigene Verteidigungsindustrie nutzen. Die Fähigkeiten zum Hacken der Systeme könnten auch für Angriffe auf Computersysteme insgesamt genutzt werden, hieß es.

Bericht des US-Verteidigungsministeriums

Mandiant-Bericht von Februar