Frankfurt/Main (dpa) - Nach seiner jüngsten Rekordjagd hat der Dax am Montag so gut wie unverändert geschlossen. Über weite Strecken des Handels im Minus, verbuchte der Leitindex zum Börsenschluss dann doch noch ein hauchdünnes Plus von 0,01 Prozent auf 8279,29 Punkte.

Der MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen sank um 0,15 Prozent auf 13 873,30 Punkte. Einzig der TecDax legte mit plus 0,31 Prozent auf 951,32 Punkte etwas deutlicher zu.

Händler sprachen angesichts der relativ dünnen Nachrichtenlage von einem verhaltenen Wochenstart und von Gewinnmitnahmen einiger Anleger nach dem kräftigen Kursaufschwung der vergangenen drei Wochen. Besser als erwartet ausgefallene US-Einzelhandelsumsätze hätten aber gestützt, hieß es.

Die Commerzbank-Aktien rutschen mit einem Kursverlust von 4,74 Prozent auf 9,936 Euro am Dax-Ende wieder unter die 10-Euro-Marke. Dem «Handelsblatt» zufolge startet die erwartete Kapitalerhöhung der staatlich gestützten Bank im Volumen von 2,5 Milliarden Euro am Dienstag oder Mittwoch. Finanzkreisen zufolge dürfte sich der Abschlag bei der Commerzbank auf 35 bis 40 Prozent belaufen. Börsianer zeigten sich weder vom genannten Abschlag noch dem Zeitpunkt der Kapitalerhöhung überrascht. Die Kursverluste der Lufthansa-Papiere von 2,11 Prozent begründeten Händler in erster Linie mit dem Auftreten eines neuen Virus ähnlich dem des Sars-Erregers vor einigen Jahren, unter dem die gesamte Branche gelitten habe. An der Spitze im Dax rückten die Daimler-Titel um 1,53 Prozent auf 44,60 Euro vor.

Der Nachrichtenstrom aus der Berichtssaison blieb indes noch relativ dünn. Lediglich Bilanzvorlagen kleinerer Unternehmen standen im Fokus. Die Anteile am Agrarhändler Baywa reagierten mit einem Minus von 2,62 Prozent auf die vorgelegten Quartalszahlen. Dagegen hatte QSC seine Profitabilität im ersten Vierteljahr gesteigert. Die Aktie des Telekomanbieters sprang daraufhin mit plus 5,39 Prozent an die Spitze im TecDax. Das im SDax gelistete Marktforschungsunternehmen GfK war schwach ins Jahr gesartet. Die Aktie gab um 6,48 Prozent nach.

Der europäische Leitindex EuroStoxx 50 sank zum Handelsschluss um 0,28 Prozent auf 2 777,39 Punkte. Der Cac 40 in Paris verbuchte ebenfalls einen geringen Abschlag, während der Londoner «Footsie» etwas dazugewann. Der japanische Nikkei legte, angeschoben vom schwächeren Yen, weiter zu. Am US-Aktienmarkt stand der Dow Jones zum europäischen Börsenschluss leicht im Minus.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,11 (Freitag: 1,09) Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,09 Prozent auf 134,96 Punkte. Der Bund Future stieg um 0,13 Prozent auf 144,86 Punkte. Der Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2973 (1,2988) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7708 (0,7699) Euro.