Stockholm (SID) - Die "Eisgenossen" eilen von Sieg zu Sieg und träumen nach dem besten WM-Start seit 65 Jahren von einer Medaille. "Die Spieler merken, dass diesmal etwas Spezielles möglich ist", sagte Trainer Sean Simpson nach dem 3:1 der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft gegen Norwegen, dem sechsten Erfolg in Serie bei der WM in Schweden und Finnland.

Derart erfolgreich waren die Schweizer nur 1939 und 1948 gestartet. Am Ende gab es jeweils Bronze. Ihre bislang letzte Medaille holten sie als Dritte der WM 1953, als nach der Abreise der Tschechoslowaken nur drei Teams das Turnier zu Ende spielten. "Wir haben noch ein Spiel, dann kommt die K.o.-Runde", sagte Simpson, "dort kann alles passieren."

Das offizielle Ziel Viertelfinale hat die "Nati" schon seit Samstag erreicht, dort soll diesmal nicht wie in den letzten acht Anläufen Schluss sein. Unter die besten Vier schafften es die Schweizer zuletzt 1998 unter Simpsons Vorgänger Ralph Krueger.

Die Konkurrenz hat den WM-Elften des Vorjahres jedenfalls auf dem Zettel. "Sie sind bisher das beste Team in diesem Turnier", meinte der norwegische Trainer Roy Johansen anerkennend.

Und Simpsons Mannschaft, die die Vorrunde am Dienstag (12.15 Uhr) in Stockholm gegen Weißrussland abschließt, wird noch stärker: NHL-Verteidiger Rafael Diaz stieß nach seinem Play-off-Aus mit den Montreal Canadiens am Montag zum Team. "Er ist voll motiviert und wird uns sicher helfen", sagte Simpson. NHL-Star Mark Streit, der mit den New York Islanders an Sidney Crosby und den Pittsburgh Penguins scheiterte, ist dagegen kein Thema. Der 35-Jährige hat noch keinen neuen NHL-Vertrag und will keine Verletzung riskieren.