Frankfurt/Main (dpa) - Die deutschen Spitzen-Schiedsrichter erhalten von der kommenden Saison an erneut mehr Geld.

Der erst im Juli 2012 eingeführte Grundbetrag für Referees der 1. und 2. Bundesliga wird weiter aufgestockt, gab der Deutsche Fußball-Bund nach einem Treffen mit Vertretern der Deutschen Fußball Liga und den Schiedsrichtern in Frankfurt am Main bekannt.

"Unsere Schiedsrichter tragen eine extrem hohe Verantwortung und leisten Außergewöhnliches. Es ist unsere Aufgabe und gemeinsam mit der DFL unser Anliegen, auf die gestiegenen Anforderungen im Spitzenfußball zu reagieren und den deutschen Schiedsrichtern möglichst optimale Bedingungen zu schaffen", erklärte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach.

Konkret bedeutet dies: FIFA-Schiedsrichter der Eliteklasse wie Felix Brych und Wolfgang Stark erhalten künftig einen festen Betrag von 60 000 statt bislang 40 000 Euro pro Saison. Bis zur Saison 2016/2017 soll diese Summe schrittweise auf 75 000 Euro steigen.

Für ihre Kollegen, die ebenfalls auf internationaler Ebene oder seit mehr als fünf Jahren in der Bundesliga pfeifen, gibt es künftig 50 000 statt 30 000 Euro, ihr Betrag steigt bis 2016/2017 auf 65 000 Euro an. Bei allen anderen Bundesliga-Referees wächst die Summe von bislang 20 000 auf 40 000 und später 55 000 Euro an. Schiedsrichter der 2. Bundesliga, die bislang 15 000 Euro erhielten, verdienen in der nächsten Saison 25 000 und bis 2016/2017 35 000 Euro.

"Die getroffene finanzielle Regelung ermöglicht es uns Schiedsrichtern auch weiterhin unserer Aufgabe unabhängig, flexibel und vor allem professionell nachkommen zu können", sagte ihr Sprecher Florian Meyer. Zusätzlich zu seinem von der Anzahl der Einsätze unabhängigen Grundbetrag erhält jeder Unparteiische auch weiterhin ein Spielhonorar, das in den kommenden Jahren unverändert bleibt. Bundesliga-Schiedsrichter erhalten weiterhin 3800 Euro pro Einsatz, in der 2. Bundesliga liegt der Betrag bei 2000 Euro.

Herbert Fandel, der Vorsitzende der Schiedsrichterkommission, spricht von einer "kontinuierlichen Professionalisierung des Schiedsrichterwesens". Der DFB war bereits im vergangenen Jahr beim Beschluss des Grundbetrags dem Credo gefolgt, nicht den vom Weltverband FIFA immer wieder geforderten Profi-Schiedsrichter einzuführen, sondern seine Referees besser zu bezahlen und ihnen gleichzeitig eine berufliche Flexibilität zu erhalten.

Ein Argument kam bei der Aufstockung der Bezahlung noch hinzu: "Durch die Anpassung erfolgt eine Annäherung an die wirtschaftliche Situation der Schiedsrichter in anderen großen europäischen Ligen wie Spanien oder Italien", teilt der DFB in seiner Erklärung mit.

DFB-Mitteilung