Stuttgart/Böblingen (dpa) - Unmittelbar vor der möglicherweise entscheidenden Runde in den Tarifverhandlungen der Metall- und Elektroindustrie erhöht die IG Metall in Baden-Württemberg noch einmal den Druck.

Die Gewerkschaft erwartet an diesem Montag, dass mehrere 10 000 Beschäftigte ihre Arbeit niederlegen. Die Warnstreiks hätten in mehreren Betrieben bereits während der Nachtschicht begonnen, sagte ein IG-Metall-Sprecher auf Anfrage. Am Morgen wollte Bezirksleiter Jörg Hofmann bei einer Kundgebung bei Audi in Neckarsulm sprechen.

Auch in Bayern hat die IG Metall noch einmal zu massiven Warnstreiks aufgerufen. Wie in der vergangenen Woche waren am Montag in mehr als 80 Betrieben Zehntausende Beschäftigte zu Aktionen aufgerufen, darunter auch bei den Autobauern BMW und Audi.

IG Metall und Arbeitgeber gehen am Nachmittag in die vierte Runde im möglichen Tarif-Pilotbezirk Baden-Württemberg. Die IG Metall kommt mit einer Forderung von 5,5 Prozent mehr Geld für zwölf Monate an den Verhandlungstisch in Böblingen.

Die Arbeitgeber bieten 2,3 Prozent mehr Lohn und Gehalt für 13 Monate bei zwei Nullmonaten an. Die Gewerkschaft droht mit Urabstimmung und Streik in der Branche mit bundesweit 3,7 Millionen Beschäftigten.

IG Metall

Verbandsgebiet und Mitglieder Südwestmetall

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