Islamabad (dpa) - Die bisher in Pakistan regierende Volkspartei PPP hat ihre Niederlage bei der Parlamentswahl trotz der von ihr erhobenen Manipulationsvorwürfe eingeräumt.

"Obwohl die Partei ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Fairneß der Wahlen hat, hat sie die Ergebnisse akzeptiert", teilte die PPP am Montag in ihrer ersten offiziellen Reaktion seit der Abstimmung zwei Tage zuvor mit. Damit trage sie "dem größeren Interesse von politischer Stabilität" Rechnung. Sie fordere die Wahlkommission trotzdem dazu auf, ihren Beschwerden nachzugehen.

Auch Kricket-Legende Imran Khan hat Unregelmäßigkeiten kritisiert, zugleich aber seine Niederlage eingestanden und den Gang in die Opposition angekündigt. "Im Punjab und in Sindh ist es zu Manipulationen gekommen", sagte er in einer Videobotschaft. "Wir werden die beste Opposition werden." In der bevölkerungsreichsten Provinz Punjab hat die Muslim-Liga (PML-N) von Ex-Premierminister Nawaz Sharif eine überwältigende Mehrheit der Wahlkreise erobert. Das brachte ihr wiederum einen haushohen landesweiten Sieg ein. Sindh ist die Hochburg der PPP.

Die EU-Wahlbeobachter stellten der Wahl ein insgesamt positives Zeugnis aus. "In 90 Prozent der Wahllokale wurde der Prozess als zufriedenstellend oder gut beschrieben", sagte der Chef der Beobachtermission, der deutsche EU-Abgeordnete Michael Gahler, in Islamabad. Unregelmäßigkeiten seien in den verbleibenden Wahllokalen festgestellt worden. Die meisten davon hätten in Sindh gelegen. Die EU-Beobachter besuchten 184 der 272 Wahlkreise.

Offizielle Ergebnisse der Wahlkommission

Wahlkommission

PML-N-Wahlprogramm

PTI-Wahlprogramm

PPP-Wahlprogramm