Berlin (dpa) - Immer mehr Behörden rufen nach Informationen der "Bild"-Zeitung Kontodaten von Empfängern von Hartz-IV, Bafög oder Wohngeld ab.

Die Zahl der automatischen Abrufe sei im vergangenen Jahr um 25,3 Prozent auf 72 578 gestiegen, wie das Blatt unter Berufung auf eine Statistik des Bundeszentralamtes für Steuern berichtet. Seit der Einführung der Kontenabrufe im Jahr 2005 habe es damit 333 652 Konto-Auskunfts-Ersuchen gegeben.

Die Sozialbehörden können die Bank-Daten von Antragstellern dem Bericht zufolge automatisch abrufen, wenn diese sich weigern, Angaben über ihre Vermögen oder Konten zu machen.