München (SID) - Das Transfertheater rund um Bayern München treibt immer seltsamere Blüten. Nach zahlreichen Spielern aus aller Herren Länder soll nun der brasilianische Stürmerstar Neymar beim deutschen Fußball-Rekordmeister im Gespräch sein - ja mehr noch: Vicente Cascione, ehemals Vize-Präsident von Neymar-Klub FC Santos, will erfahren haben, dass der 21-Jährige in der kommenden Saison ganz sicher das rote Trikot tragen wird. "Es ist bereits perfekt, Neymar hat bei Bayern unterschrieben", verkündete der Politiker und Anwalt auf seiner Internetseite.

Das Dementi der Bayern gab es am Dienstagmittag. "Diese Geschichte stimmt hinten und vorne nicht", sagte Mediendirektor Markus Hörwick auf dem "Open Media Day" der Bayern zum Champions-League-Endspiel.

Auch um Bayern-Ass Arjen Robben (29) gab es am Dienstag Spekulationen. Nach englischen und spanischen Medienberichten ist Manchester City an dem Niederländer interessiert. Angeblich sollen die Engländer bereit sein, 20 Millionen Euro für Robben (Vertrag bis 2015) zu bezahlen. "Das Einzige, worauf ich mich konzentriere, ist der FC Bayern. Wir wollen das Finale am 25. Mai gewinnen, das ist das Einzige, was zählt", sagte Robben auf dem Bayern-Medientag am Mittwoch vor dem Endspiel der Königsklasse gegen Borussia Dortmund in Wembley.

Neymar hatte unterdessen einen Wechsel zu den Münchnern Anfang Februar im Gespräch mit dem SID als durchaus möglich bezeichnet. "Das ist ein großer Verein mit Spielern von außergewöhnlicher Qualität. Ich könnte mir Bayern München durchaus vorstellen. Es gibt jetzt nichts, was dagegen spricht", sagte er und sprach von einem "Kindheitstraum, in Europa zu spielen".

Jedoch hat er bei Santos noch einen Vertrag bis 2014 und stets betont, Brasilien und Santos erst nach der Heim-WM im kommenden Jahr verlassen zu wollen. Letzteres hatte sein Vater Neymar da Silva erst kürzlich bestätigt.

Favoriten für einen Transfer Neymars waren bislang vor allem die spanischen Topklubs FC Barcelona und Real Madrid. Dass er bereits einen Vorvertrag bei Barça unterschrieben hat, ließ Neymar jedoch dementieren. Der künftige Bayern-Trainer Pep Guardiola gilt indes als Fan des Ausnahmetalents.

Allerdings scheint zweifelhaft, dass die Bayern Verwendung für den bei seinen Gastauftritten in Europa bisher stets blassen Angreifer haben. Für die vier Positionen in der Offensive, die Neymar besetzen kann, stehen bereits neun Spieler zur Verfügung. Dazu gehören allerdings auch Mario Gomez, Claudio Pizarro und Robben, deren Zukunft in München nicht gesichert scheint.