Köln (SID) - Steuersünder Uli Hoeneß soll nach Meinung eines Großteils der Fußballfans von seinem Amt als Präsident des deutschen Meisters Bayern München zurücktreten. 54 Prozent der Befragten sprachen sich in einer Umfrage des Sport-Informations-Dienstes (SID), durchgeführt vom Nürnberger Marktforschungsinstituts puls, für eine Demission des 61-Jährigen aus. Weitere 29 Prozent waren der Ansicht, Hoeneß solle das Amt wegen seiner Steueraffäre zumindest ruhen lassen. Nur 17 Prozent sind der Ansicht, der 61-Jährige solle im Amt bleiben.

In der vergangenen Woche hatte Hoeneß dem Aufsichtsrat angeboten, sein Amt ruhen zu lassen, bis die zuständigen Behörden über die strafbefreiende Wirkung seiner Selbstanzeige entschieden haben. Hoeneß bleibt indes weiter im Amt.

Der Aufsichtsrat will die Angelegenheit weiterhin beobachten und sich bei neuen Erkenntnissen mit dem Thema befassen. Gegen den Ex-Bayern-Manager läuft seit geraumer Zeit ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft München II wegen Steuerhinterziehung. Hoeneß droht dabei sogar eine Gefängnisstrafe.