Berlin (dpa) - Sebastian Vettels Red-Bull-Team macht im Reifenstreit der Formel 1 weiter Druck auf Hersteller Pirelli.

"Die Situation ist derzeit einfach zu undurchsichtig. Pirelli ist eine fähige Firma. Für ihr eigenes Image müssen sie da endlich etwas tun", sagte Red-Bull-Teamchef Christian Horner der "Sport Bild". Neben Mercedes leidet Vettels Rennstall am meisten unter den in diesem Jahr noch sensibleren Pneus. "Unser Limit waren zuletzt weder der Fahrer noch das Auto. Stattdessen mussten wir unseren Speed den Reifen anpassen", erklärte Horner.

Zuletzt in Barcelona hatte sich Dreifach-Weltmeister Vettel mit Platz vier begnügen müssen. Seine schärfsten Titelrivalen Kimi Räikkönen von Lotus und Ferrari-Star Fernando Alonso kommen deutlich besser mit der neuen Reifengeneration zurecht. "Die Formel 1 ist doch kein Reifenmanagement-Wettbewerb", schimpfte Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz in der "Bild"-Zeitung.

Aus der Sicht des Österreichers steht der Umgang mit den Reifen zu sehr im Vordergrund. "Wenn man künstlich langsam fahren muss, um schneller am Ziel zu sein, widerspricht das allem, wofür Rennsport steht", befand Mateschitz. Pirelli hat bis zum Rennen in Silverstone am 30. Juni neuerliche Änderungen angekündigt.