Köln (SID) - Erster Gegenkandidat für Thomas Bach: Eine Woche nach dem deutschen Favoriten will am Donnerstag in Paris auch Ng Ser Miang (Singapur) seine Kandidatur für das Präsidentenamt im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) offiziell bekannt geben. Dies berichtete am Dienstag das Internet-Portal insidethegames.

Der 64 Jahre alte Multimillionär, ein gebürtiger Chinese, der 2010 Chef der ersten olympischen Jugendspiele in Singapur war, hat vor allem im asiatischen Raum ein großes Wählerpotenzial unter den gut 100 IOC-Mitgliedern, die am 10. September bei der 125. IOC-Session in Buenos Aires zu entscheiden haben. Dann wird ein Nachfolger gesucht für den Belgier Jacques Rogge (71), der laut IOC-Statuten nach zwölf Jahren sein Amt aufgeben muss. Der frühere Diplomat Ng, erfolgreicher Segler, ist seit 1998 IOC-Mitglied und seit 2009 IOC-Vize.

Erwartet wird auch die Kandidatur von Richard Carrion (Puerto Rico), als Schatzmeister eine wichtige Figur in der IOC-Exekutive. Der Bänker, dieses Jahr in den Vorstand der amerikanischen Notenbank Federal Reserve gewählt, müsste allerdings eine steile Bänker-Karriere aufgeben. Möglich erscheinen auch Kandidaturen des Schweizer IOC-Vize Denis Oswald, Präsident des Ruder-Weltverbandes (FISU), sowie Sergej Bubka (Ukraine), Vizepräsident im Leichtathletik-Weltverband IAAF.

Für Irritationen sorgten zuletzt auch Meldungen, der Box-Weltverband AIBA habe seinen Präsidenten Wu Ching Kuo (Taiwan) als Präsidentschafts-Kandidaten aufgestellt.