Wuppertal/Berlin (dpa) - Die Kampagne für Saubere Kleidung hat die Zustimmung großer Textilunternehmen zu mehr Schutzregeln in Textilfabriken von Bangladesch als "Meilenstein" bezeichnet.

"Wir haben mit H&M, C&A und Zara/Inditex wirklich zentrale Unternehmen für uns gewinnen können", sagte Frauke Banse, die Koordinatorin der Kampagne, am Dienstag in Berlin. Auch Hess Natur habe sich angeschlossen. Vorreiter seien PVH (Calvin Klein/Tommy Hilfiger) und Tchibo gewesen, die als erste Unternehmen das verbindliche Abkommen unterschrieben hätten, erklärte die Kampagne.

Darin seien unabhängige Sicherheitsinspektionen, die Verpflichtung zur Instandsetzung, die Beteiligung der Firmen an Kosten sowie das Einbeziehen der Beschäftigen vorgesehen. In den vergangenen sechs Monaten seien etwa 1250 Menschen wegen Sicherheitsmängeln bei Unfällen in Bangladeschs Textilfabriken ums Leben gekommen. "Es ist schlimm, dass erst so viele Menschen sterben mussten, bis es zu einem Umdenken bei den Unternehmen kam", sagte Banse.

Die Kampagne für Saubere Kleidung wird von 21, meist kirchen- und gewerkschaftsnahen Organisationen getragen. Der Sitz ist Wuppertal, die Eilaktionen werden in Berlin koordiniert.

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