Malmö/Hamburg (dpa) - Unter großem Jubel hat Natalie Horler beim Eurovision Song Contest (ESC) im schwedischen Malmö für Deutschland gesungen. Mit aufwendigen Lichteffekten und Disco-Beats sorgte die 31-Jährige mit ihrer Band Cascada am Samstagabend unter den 11 000 Fans in der Friends Arena für Begeisterung.

Dort stellten die Deutschen nach den Schweden die meisten Besucher. Die Entscheidung, wer von den 26 Künstlern den ESC 2013 gewinnt, wurde gegen Mitternacht erwartet. Darüber entschieden die Zuschauer und Länderjurys. Der ESC hat geschätzte 125 Millionen Fernsehzuschauer.

Horler hatte sich noch kurz vor dem Finale locker und aufgekratzt gezeigt. Bei der letzten Probe ihres Songs "Glorious" habe es eine kleine Panne gegeben und das sei gut so, dann klappe es beim Wettbewerb umso besser. "Das Gute ist, dass es so automatisiert ist, dass ich den Text nicht mehr vergesse. Alles wird gut", sagte sie in einer Live-Schalte aus Malmö nach Hamburg. Bei den Buchmachern lag die 31-Jährige aus Bonn mit ihrem Dance Song "Glorious" wenige Stunden vor dem Finale auf dem zehnten Platz.

Beim letzten ESC in Aserbaidschans Hauptstadt Baku hatte die Schwedin Loreen mit "Euphoria" gewonnen. Dem diesjährigen deutschen Beitrag von Cascada wurde auch vor dem Finale in Malmö immer wieder eine allzu auffällige Nähe zum Siegertitel 2012 vorgeworfen. Horler sagte in Interviews, dies habe sie "nicht unberührt gelassen".

Deutschland hat den Wettbewerb bisher zweimal gewonnen: 1982 siegte Nicole mit "Ein bisschen Frieden" und 2010 Lena Meyer-Landrut mit "Satellite". Lena sollte am Samstagabend als Präsidentin der Jury die deutschen Punkte im ESC-Finale von der Reeperbahn in Hamburg aus verkünden.

Offizielle deutsche ESC-Webseite

Offizielle schwedische ESC-Webseite, Schwedisch

SVT-Zusammenstellung von Wettquoten für das Finale, Schwedisch