Malmö (dpa) - Im schwedischen Malmö hat am Samstagabend das Finale des Eurovision Song Contest 2013 begonnen. Geschätzte 125 Millionen Zuschauer in ganz Europa verfolgen die weltgrößte Musikshow im Fernsehen.

Moderatorin ist die schwedische Komikerin Petra Mede, die sich mit ihrem Witz bereits bei den Halbfinal-Shows die Gunst vieler Fans erobert hat.

Für Deutschland geht Cascada mit dem Lied "Glorious" ins Rennen - vor etwa 11 000 Zuschauern in der Halle und geschätzten 125 Millionen vor den Fernsehern. Die Band mit Sängerin Natalie Horler hat die Startposition 11 - sie tritt gegen 25 Konkurrenten an.

Horler gab sich kurz vor dem Start locker und aufgekratzt. Bei der letzten Probe ihres Songs "Glorious" habe es eine kleine Panne gegeben und das sei gut so, dann klappe es beim Wettbewerb umso besser. "Das Gute ist, dass es so automatisiert ist, dass ich den Text nicht mehr vergesse. Alles wird gut", sagte sie am Samstagabend in Malmö bei einer Live-Schalte zum ARD-Vorprogramm in Hamburg.

Den Sieger des Grand Prix bestimmen Juroren und Fernsehzuschauer aus 39 Ländern, von denen 13 in den beiden Halbfinal-Shows ausschieden, darunter Israel, Österreich und die Schweiz. Das Ergebnis wird gegen Mitternacht erwartet.

Die Buchmacher sahen Deutschland kurz vor dem Finale in der oberen Hälfte. Favorit war Dänemark mit dem Ohrwurm "Only Teardrops" der Sängerin Emmelie de Forest. Wenn das am Abend so bliebe, wäre es der dritte Sieg beim Eurovision Song Contest für Dänemark.

Als Motto hatten die Gastgeber in Malmö "We Are One" ausgegeben. Mit dem Sieg ist kein Geld, sondern nur eine eher wertlose Trophäe verbunden - außerdem die Austragung der Show im Folgejahr.

Deutschland gewann den Liederwettbewerb bislang zweimal: 1982 mit Nicole ("Ein bisschen Frieden") und 2010 mit Lena ("Satellite"). Lena sollte am Samstagabend nach 23 Uhr als diesjährige Chefin der deutschen Jury Deutschlands Punkte von Hamburg aus verkünden.

2012 hatte die Schwedin Loreen mit "Euphoria" gewonnen. Im vergangenen Jahr hatte die Musikshow in Deutschland etwa 8,3 Millionen Fernsehzuschauer. In den Jahren 2011 und 2010 hatten die Live-Übertragung des Musikspektakels wegen des Lena-Hypes noch jeweils um die 14 Millionen Zuschauer eingeschaltet.

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