Al-Arisch (dpa) - Die ägyptische Armee hat auf der Sinai-Halbinsel mit einem gewaltsamen Einsatz zur Befreiung von sieben Angehörigen der Sicherheitskräfte begonnen. Wie aus Sicherheitskreisen bekannt wurde, drangen die Soldaten in einem Dorf südlich von Scheich Suwaid in mehrere Häuser ein.

Über dem Dorf kreisten währenddessen drei Kampfflugzeuge und mehrere Hubschrauber. Augenzeugen hatten zuvor beobachtet, wie 60 zusätzliche Krankenwagen herbeigeschafft wurden. Eine größere Anzahl Truppen und Militärfahrzeuge war in die Region an der Grenze zu Israel und dem palästinensischen Gazastreifen verlegt worden.

In der Nacht war ein letzter Versuch gescheitert, die Entführer zur Freilassung der am vergangenen Donnerstag verschleppten drei Polizisten und vier Soldaten zu bewegen. Ein Treffen von Stammesscheichs, Militärs und Behördenvertretern in der Stadt Al-Arisch endete im Morgengrauen ohne Ergebnis.

Die Entführer werden dem radikal-islamistischen Milieu zugerechnet. Sie hatten die Freilassung von Gesinnungsgenossen aus ägyptischen Gefängnissen gefordert.