Berlin (dpa) - Das Verteidigungsministerium hat nach der "Euro Hawk"-Pleite noch nicht über eine weitere Beteiligung an der Beschaffung von Nato-Drohnen entschieden.

Die nach dem Stopp von "Euro Hawk" eingesetzte Arbeitsgruppe werde sich auch mit der Frage beschäftigen, was das für andere Drohnen-Projekte bedeute, sagte Ministeriumssprecher Stefan Paris am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. Die Ergebnisse würden am 5. Juni von Verteidigungsminister Thomas de Maizière vor dem Verteidigungsausschuss präsentiert. Dabei werde es auch um die vier "Global Hawk"-Drohnen gehen, deren Beschaffung im Rahmen eines Nato-Projekts geplant ist.

"Dann wird zumindest ein Vorschlag unterbreitet werden, wie man da weiter vorgeht", sagte Paris. "Wir haben das Thema mit im Blick." Die "Global Hawk"-Drohne wird vom US-Konzern Northorp Gruman produziert. "Euro Hawk" ist eine Weiterentwicklung mit Aufklärungstechnik von EADS. Wie viel Geld dafür fällig würde, konnte Paris nicht sagen. Nach Angaben aus dem Verteidigungsausschuss geht es um rund 400 Millionen Euro.

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