New York (SID) - Die Boston Bruins mit ihrem weiter verletzten deutschen Nationalspieler Dennis Seidenberg haben den ersten Matchball zum Einzug ins Finale der Eastern Conference vergeben. Das Team aus Massachusetts, das zu den sechs Gründungsmitgliedern der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL gehört, kassierte in Spiel vier im New Yorker Madison Square Garden eine 3:4-Niederlage nach Verlängerung und führt in der Serie best of seven nur noch mit 3:1. Spiel fünf findet am Samstag in Boston statt.

Boston lag im Madison Square Garden durch Treffer von Nathan Horton und Torey Krug im zweiten Drittel mit 2:0 vorn und ging nach dem Ausgleich der Rangers durch einen Treffer von Tyler Seguin noch einmal mit 3:2 in Führung. Doch Brian Boyle erzwang in der 50. Minute die Verlängerung, in der Chris Kreidler nach 7:03 Minuten für New York traf. "Das ist so surreal. So etwas kann man nicht beschreiben. Ich bin so glücklich darüber, dass ich meinen Kameraden ein weiteres Spiel beschert habe", sagte der Schütze des Siegtreffers.

Wie Boston im Osten haben die Detroit Red Wings im Westen drei Möglichkeiten zum Einzug in die Endspielserie. Der elfmalige Stanley-Cup-Gewinner setzte sich gegen die Chicago Blackhawks, das beste Vorrundenteam, mit 2:0 durch. Nach der Führung durch Jakub Kindl machte Daniel Cleary 39 Sekunden vor Schluss mit dem zweiten Tor alles klar für die Red Wings. Für Chicago wird es nun schwer, denn noch nie konnte der Meister von 2010 in den Play-offs eine Serie nach drei Niederlagen in Folge noch drehen.

Im zweiten Halbfinale der Western Conference hat Titelverteidiger Los Angeles Kings die Nase vorn. Im kalifornischen Duell setzten sich die Kings im fünften Spiel mit 3:0 gegen die San Jose Sharks durch und führen in der Serie mit 3:2. Am Sonntag geht es zu Spiel sechs nach San Jose.