Miami (dpa) - Ein Machtwechsel im internationalen Fußball ist laut Bundestrainer Joachim Löw mit dem deutschen Endspiel in der Königsklasse nicht verbunden.

2008 nach dem englischen Finale Manchester United gegen FC Chelsea habe man auch schon über die anschließende Dominanz des Fußball-Mutterlandes spekuliert. «Die Einzigen, die dominiert haben, waren die Spanier», betonte Löw.

«Die Situation ist sehr erfreulich. Davon profitieren alle, die Vereine genauso wie die Nationalmannschaft», erklärte Löw zum Champions-League-Endspiel FC Bayern kontra Borussia Dortmund. Es müsse aber auch bestätigt werden. «Wenn nächstes Jahr wieder zwei Bundesliga-Teams im Champions-League-Finale sind und wir den Titel in Brasilien gewinnen, dann kann man von einem nachhaltigen Machtwechsel sprechen», sagte der Bundestrainer.

Fast keiner der Trainer oder Spieler des Nationalteams wollte verraten, ob er sich am Samstag aus großer Entfernung mehr mit dem FC Bayern oder Borussia Dortmund verbunden fühlt an diesem historischen Tag für den deutschen Fußball. «Ich bin absolut neutral», erklärte Löw-Assistent Hansi Flick auch stellvertretend für die anderen DFB-Gesandten auf die Frage, für wen sein Herz mehr schlägt.