London (SID) - DFB-Präsident Wolfgang Niersbach ist über die Abwanderungspläne von Sportdirektor Robin Dutt alles andere als erfreut. "Das ist sicher kein schöner Vorgang, der uns relativ überraschend getroffen hat", sagte der 62-Jährige am Freitag in London dem SID: "Unser Ziel ist es natürlich, Kontinuität im personellen Bereich zu haben. Aber man sieht einmal mehr, dass wir keine Insel sind."

Nach Angaben von Niersbach ist es noch offen, ob der Deutsche Fußball-Bund den 48 Jahre alten Dutt, der Trainer beim Bundesligisten Werder Bremen werden möchte, ziehen lassen wird. "Das ist eine wichtige Personalentscheidung, da muss man abwarten und sehen", äußerte der ehemalige DFB-Generalsekretär. Die Entscheidung soll in der kommenden Woche vom DFB-Präsidium getroffen werden. Deshalb sei die Frage eines möglichen Dutt-Nachfolgers laut Niersbach noch "viel zu früh" gestellt.

Dutt hatte erst am 25. Juli 2012 die Nachfolge von Matthias Sammer als DFB-Sportdirektor angetreten. Der Fußballlehrer hatte am Donnerstagmorgen beim Verband um Freigabe gebeten, um wieder als Bundesligatrainer arbeiten zu können. Der Vertrag des ehemaligen Freiburger und Leverkusener Bundesliga-Coaches beim DFB läuft noch bis 2016.