München (dpa) - Die Wohnungsnot in deutschen Großstädten kann nach Ansicht des Deutschen Mieterbundes (DMB) den sozialen Frieden in Deutschland gefährden.

"Es gibt schon erste Tendenzen, dass Mieter aus Städten vertrieben werden", sagte DMB-Präsident Franz-Georg Rips am Freitag in München bei einer Kundgebung zum 65. Mietertag. In Groß- und Universitätsstädten wachse die Wohnungsnot. Die Mieten stiegen unaufhaltsam - bei Neuvermietungen lägen sie bis zu 40 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete.

Menschen mit einem Nettoeinkommen von 1000 bis 1300 Euro müssten in Städten inzwischen fast die Hälfte ihres Gehaltes für ihre Wohnung ausgeben. "Das ist schlichtweg unerträglich", sagte Rips.