Peking (AFP) Kurz vor seinem Deutschlandbesuch hat der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang die EU im Streit um Billigimporte von Solarmodulen und Dumpingpreise chinesischer Telekomausrüster kritisiert. Staatliche chinesische Medien berichteten am Samstag, Li habe in einer Rede vor Geschäftsleuten und Vertretern der Finanzbranche in der Schweiz gesagt, die von der Europäischen Union geplanten Strafzölle und Anti-Dumping-Maßnahmen würden nicht nur bei verwandten Industriezweigen und Unternehmen in China "schweren Schaden" anrichten. Vielmehr beeinträchtigten sie auch "persönliche Interessen von Benutzern und Kunden in Europa". Li äußerte den Angaben zufolge bei seiner Rede am Freitag die Hoffnung, dass die EU am Prinzip des freien Handels festhalten werde.