Frankfurt/Main (dpa) - Nach der Korrektur in der Vorwoche hat der deutsche Aktienmarkt am Montag fester geschlossen.

Marktbeobachter maßen der Entwicklung allerdings nicht allzu große Bedeutung bei, da der Handel wegen fehlender konjunktureller Impulse sowie feiertagsbedingt geschlossener Börsen in London und New York in ruhigen Bahnen lief. Der Dax legte um 0,94 Prozent auf 8383,30 Punkte zu. Vor dem Wochenende hatte der Leitindex zwei Tage in Folge nachgegeben und damit seiner vorangegangenen Rekordjagd Tribut gezollt. Für den MDax ging es am Montag um 0,57 Prozent auf 14 066,55 Punkte nach oben. Der TecDax gewann 1,10 Prozent auf 968,53 Punkte.

Händler Vinay Sharma von Gekko Markets sah in den überwiegend freundlichen Vorgaben aus den USA und Asien eine Kursstütze. Seine Kollegin Anita Paluch führte auch die informellen Gespräche zwischen der EU und China über eine Beilegung der aktuellen Handelsstreitigkeiten als Grund für die europäischen Kursgewinne an.

Die Commerzbank-Titel verteuerten sich nach einer Analysten-Kaufempfehlung um mehr als viereinhalb Prozent und nahmen damit den Spitzenplatz im Dax ein. Die massiven Aktienverkäufe seit der angekündigten Kapitalerhöhung hätten das Papier auf ein attraktives Bewertungsniveau herabgesetzt, schrieb Equinet-Analyst Philipp Häßler. Als zweitbeste Aktie tat sich SAP mit einem Gewinn von gut zwei Prozent hervor. Schwächster Wert waren Fresenius mit einem Minus von knapp einem halben Prozent.

Im MDax zogen die Aktien von Klöckner & Co bis auf 9,730 Euro an, nachdem Händler auf vage Gerüchte über ein Gebot des Großaktionärs Albrecht Knauf in Höhe von 14 Euro je Aktie verwiesen hatten. Zuletzt stand noch ein Plus von 1,32 Prozent auf 9,680 Euro zu Buche. Bereits in den vergangenen Monaten war darüber spekuliert worden, dass die der Familie Knauf gehörende Interfer Holding ihren Anteil am Stahlhändler von derzeit knapp acht auf über zehn Prozent erhöhen könnte.

Die Bechtle-Titel zogen nach positiven Aussagen von Unternehmenschef Thorsten Olemotz um über vier Prozent an, womit sie zu den besten Werten im TecDax zählten. In einem Interview hatte der Manager ein sehr erfreuliches Geschäft des IT-Dienstleisters in Deutschland und Südeuropa konstatiert. Die Sixt-Stammaktien verteuerten sich nach Zahlen des Autovermieters um ein knappes Prozent. Dagegen büßten Praktiker nach einer Analysten-Abstufung mehr als sechs Prozent ein, womit sie erstmals weniger als einen Euro wert waren.

Der EuroStoxx 50 schloss mit einem Plus von 1,11 Prozent auf 2795,00 Punkte. Die Börse in Paris gewann ein knappes Prozent hinzu.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 1,16 Prozent am Freitag auf 1,15 Prozent. Der Rentenindex Rex kletterte um 0,02 Prozent 134,68 Punkte. Der Bund Future sank um 0,13 Prozent auf 144,28 Punkte. Der Kurs des Euro zeigte sich kaum bewegt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,2939 (Freitag: 1,2939) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7729 (0,7729) Euro.