Frankfurt/Main (dpa) - Nach der jüngsten Korrektur hat sich der deutsche Aktienmarkt freundlich gezeigt.

Börsianer sprachen allerdings angesichts fehlender Impulse auf der Konjunkturseite sowie geschlossener Börsen in Großbritannien und den USA von einem eher ruhigen Handelstag.

Gegen Mittag stand der Dax 0,45 Prozent höher bei 8343 Punkten - seit dem Handelsstart bewegte er sich lediglich in einer Spanne von 38 Punkten, was den niedrigsten Wert seit Wochen bedeutete.

Vor dem Wochenende hatte der Leitindex zwei Tage in Folge nachgegeben und damit seiner vorangegangenen Rekordjagd Tribut gezollt.

Für den MDax ging es am Montag um 0,25 Prozent auf 14 023 Punkte hoch und der TecDax gewann 0,74 Prozent auf 965 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte um 0,71 Prozent zu auf 2781 Punkte.

Händler Vinay Sharma von Gekko Markets sah die gute Entwicklung an der Wall Street am Freitag als Kursstütze. Sharmas Kollegin Anita Paluch führte auch die informellen Gespräche zwischen der EU und China über eine Beilegung der aktuellen Handelsstreitigkeiten als Grund für die europäischen Kursgewinne an.

Die Commerzbank-Titel verteuerten sich nach einer positiven Analystenstudie um 3,20 Prozent und nahmen damit den Spitzenplatz im Dax ein. Dagegen verloren die Papiere der Deutschen Post 0,07 Prozent.

Einem Händler zufolge drückt ein Interview in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" mit dem Chef des Bundeskartellamtes auf die Stimmung. Demnach gingen die Wettbewerbshüter weiter dem Dumpingverdacht gegen den Logistikkonzern nach und würden dabei nun eine "konkretere Grundlage" sehen.

Die Bechtle-Titel zogen nach positiven Aussagen von Unternehmenschef Thorsten Olemotz um 2,23 Prozent an, womit sie zu den besten Werten im TecDax zählten. Der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" sagte der Manager, dass das Geschäft des IT-Dienstleisters in Deutschland sowie Südeuropa derzeit sehr erfreulich laufe. Sixt-Stammaktien verteuerten sich nach Zahlen um 1,58 Prozent.