Berlin (dpa) - Deutsche Rüstungsunternehmen verdienen nach einem Zeitungsbericht am Export von Kleinwaffen so gut wie nie in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten.

Der Wert der 2012 genehmigten Ausfuhren sei mit 76,15 Millionen Euro doppelt so hoch gewesen wie im Vorjahr (37,9 Mio.), berichtete die "Süddeutsche Zeitung".

Der Betrag liege höher als alle Vergleichswerte seit Beginn der Erfassung in den Exportberichten der Bundesregierung Ende der 90-er Jahre. Der zweithöchste sei der von 2009 mit 70,4 Millionen Euro gewesen.

Die Zeitung beruft sich auf die ihr vorliegende Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion. Unter Kleinwaffen fasst die Regierung demnach unter anderem Maschinenpistolen, Maschinengewehre sowie voll- und halbautomatische Waffen. Deren Export ist international besonders umstritten, weil ihnen, verglichen mit schweren Waffen, weltweit mit Abstand die meisten Menschen zum Opfer fallen.