Miami (SID) - Bundestrainer Joachim Löw kann sich einen DFB-Sportdirektor in der bisherigen Form nicht mehr vorstellen. Es sei "undenkbar", dass der Nachfolger von Robin Dutt und Matthias Sammer "die Verantwortung für alle Bereiche im DFB trägt. Man muss sich Gedanken machen, das zu unterteilen", sagte der 53-Jährige am Dienstag in Miami. Zuvor hatte sich bereits Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff für eine Aufgabenteilung ausgesprochen.

Dutt und Sammer hätten beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) "eine Vielzahl von Aufgaben gehabt: Breitensport, Trainerausbildung, Jugendarbeit, Verbandsarbeit. Ich weiß nicht, ob man diese Säulen, die relativ autark sind, künftig nicht separat aufstellt. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass diese ganzen Dinge schwer zu bewältigen sind für die Sportdirektoren", meinte Löw.

Er plädierte deshalb dafür, "den Fußball in unserem Elitebereich zu konzentrieren. Das heißt die U-Mannschaften, eine Philosophie zu transportieren und durchgängig zu machen, Schulungen der Trainer, Ausbildung, Analysen, Personalentscheidungen in den U-Bereichen. Das sind die ganz wichtigen Themen", betonte Löw. Man werde sich jetzt viele Gedanken machen "und eine vernünftige Lösung finden".

Dutt hatte den DFB um Freigabe gebeten und wird künftig Bundesligist Werder Bremen trainieren.