Miami (SID) - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat bei der Suche nach einem Sportdirektor bis dato "etwa zehn Bewerbungen erhalten". Dies bestätigte DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock am Dienstag in Miami. Unter den Bewerbern seien "durchaus auch interessante", meinte Sandrock: "Eine schlechte Adresse sind wir sicher nicht." Bereits kolportierte Namen wie den des früheren Hockey-Bundestrainers Bernhard Peters, der 2005 schon einmal im Gespräch war, wollte Sandrock nicht kommentieren.

Zeitdruck verspürt der DFB bei der Suche nach einem Nachfolger des zu Werder Bremen gewechselten Robin Dutt nach Angaben seines Generalsekretärs "keineswegs. Wir lassen uns nicht treiben. Unsere Strukturen stimmen, konzeptionell werden wir keinen Schiffbruch erleiden."

Beim Profil schließe man "Trainer-Erfahrung nicht aus", erklärte Sandrock. Verbandserfahrung wolle man als Kriterium "nicht zu hoch hängen. Aber wenn alles passt, ist das ein Punkt, den wir gerne berücksichtigen." Entscheidend seien "die sportfachliche Kompetenz und die Loyalität, mit uns eine große Strecke zu gehen."

Dass Dutt den Verband nach nur zehn Monaten wieder verlässt, bezeichnete Sandrock als "keine schöne Entwicklung. Natürlich sind wir enttäuscht, denn wir hatten - auf ausdrücklichen Wunsch von Robin Dutt - eine langfristige Vereinbarung getroffen."