Miami (SID) - Die ironischen Aussagen von Matthias Sammer zur Suche seines Nach-Nachfolgers als Sportdirektor haben beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) für Verstimmung gesorgt, sollen das Verhältnis aber angeblich nich nachhaltig trüben. "Ich halte die Aussagen für nicht gut. Und das habe ich ihm auch schon so gesagt", erklärte DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock, der den Sportvorstand von Rekordmeister Bayern München umgehend von Miami aus telefonisch kontaktierte. Auf die Frage, ob er Sammer um Zurückhaltung gebeten habe, antwortete Sandrock: "Wenn sie das so sehen wollen."

Zu hoch hängen wollte der Generalsekretär die Aussagen Sammers ("In Zukunft muss die Position viel höher angesiedelt werden, sonst werden sie keinen guten Idioten mehr finden") aber auch nicht. "Wir tragen es ihm nicht nach. Aus der Emotion heraus schießt man manchmal über das Ziel hinaus", sagte der 56-Jährige: "Ich habe ein Super-Verhältnis zu Matthias Sammer und kenne seine emotionale Seite."

Sammer war von 2006 bis 2012 Sportdirektor des DFB. Sein Nachfolger Robin Dutt wird nach nur zehn Monaten beim Verband zur neuen Saison Trainer beim Bundesligisten Werder Bremen.