Hannover (dpa) - Im Einklang mit Positionen der Ärzteschaft hat Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) vor der von SPD, Grünen und Linken geplanten Bürgerversicherung gewarnt.

"Die Bürgerversicherung macht den Versicherten zum Bittsteller einer Einheitskasse", sagte Bahr am Dienstag unter Beifall der Mediziner, die sich auf dem Ärztetag in Hannover versammelt haben.

Jüngste Forderungen der Techniker Krankenkasse (TK) zur privaten Krankenversicherung (PKV) wies Bahr zurück. Der Minister hielt ihnen entgegen, die PKV habe sich bewährt und solle nicht abgeschafft werden. Er wolle die PKV durch Reformen in einer weiteren Legislaturperiode vielmehr zukunftsfähig machen. TK-Chef Jens Baas hatte der Deutschen Presse-Agentur zuvor gesagt: "Die PKV muss nicht künstlich am Leben erhalten werden."

Die heutige Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung verteidigte Bahr aber entgegen Vorstellungen der Bundesärztekammer. Die Festschreibung des Beitragssatzes mitsamt zusätzlich fließenden Steuermitteln sei richtig, sagte er. Die Ärztekammer will dagegen, dass jede Krankenkasse künftig von Kasse zu Kasse unterschiedliche, aber für ihre Mitglieder gleiche Pauschalen erheben kann.

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