Salzburg (dpa) - Im Formel-1-Streit um den Reifentest von Mercedes hat Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko eine Entschädigung gefordert.

"Wenn es möglich ist, dass alle unter gleichen Bedingungen testen können, dann wollen wir auch so einen Test", verlangte der Österreicher bei ServusTV. "Rein logistisch geht das aber erst nach Silverstone. Das heißt, wir verlieren noch zwei Rennen, bis wir auf diesem Wissensstand sind."

Mercedes hatte auf Bitte von Hersteller Pirelli nach dem Spanien-Rennen auf dem Grand-Prix-Kurs bei Barcelona drei Tage lang getestet. Der Reifenlieferant versäumte es aber wohl, alle Teams dazu einzuladen. Dadurch wurde womöglich gegen eine Vereinbarung mit dem Weltverband FIA verstoßen.

Die Silberpfeil-Verantwortlichen betonen, nichts Unrechtes getan zu haben. Sie müssen aber Sanktionen fürchten. Denn Red Bull und Ferrari haben am Rande des Grand Prix von Monaco, den Mercedes-Pilot Nico Rosberg gewann, Protest eingelegt. "Unser Protest richtet sich gegen die Testfahrten, nicht gegen den Sieg von Nico Rosberg", stellte Marko bei ServusTV klar. "Wir wollen diesen Wettbewerbsvorteil, den sich Mercedes verschafft hat, genauso haben."

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