St. Petersburg (dpa) - Stabhochsprung-Weltrekordler Sergej Bubka wird nach Informationen der Nachrichtenagentur AP am heutigen Dienstag seine Kandidatur für das Präsidentenamt des Internationalen Olympischen Komitees bekanntgegeben.

Der Ukrainer hat eine Pressekonferenz auf dem internationalen Sportkongress "SportAccord" in St. Petersburg angekündigt. Der 49-Jährige wäre der sechste und zugleich der jüngste Bewerber für das höchste Amt im Weltsport und die Nachfolge von Jacques Rogge, der im September als IOC-Chef aufhört.

Zuvor hatten bereits der Chef des Ruder-Weltverbands, Denis Oswald aus der Schweiz, DOSB-Präsident Thomas Bach, dessen IOC-Vizepräsidentenkollege Ng Ser Miang aus Singapur, IOC-Finanzfunktionär Richard Carrion aus Puerto Rico und der Präsident des Box-Weltverbandes, Wu Ching-Kuo aus Taiwan, ihre Kandidatur veröffentlicht. Die Bewerbungsfrist endet am 6. Juni.

Am 10. September entscheidet die IOC-Vollversammlung in Buenos Aires, wer als neunter IOC-Präsident Rogges Nachfolge antritt. Mit Bubka bestünde der Kandidatenkreis aus sechs Anwärtern - so viele wie noch nie in der 119-jährigen Geschichte des IOC. Nur einmal wurde die Ringe-Organisation von einem Nicht-Europäer angeführt - von 1952 bis 1972 vom Amerikaner Avery Brundage.

Bubka gewann 1988 bei den Olympischen Spielen in Seoul die Goldmedaille für die damalige Sowjetunion. Es folgten drei weitere Olympia-Teilnahmen 1992, 1996 und 2000. Während seiner Karriere stellte der sechsmalige Weltmeister insgesamt 35 Weltrekorde auf - sowohl in der Halle als auch im Freien. Mit 6,14 und 6,15 Metern (Halle) hält er noch immer die Bestmarken im Stabhochsprung.