Berlin (dpa) - Mit überteuerten Telefon-Warteschleifen soll nach Worten von Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) zum 1. Juni Schluss sein. "Die Telekommunikationsbranche hatte mindestens acht Monate Zeit, sich umzustellen", sagte Aigner der Nachrichtenagentur dpa. Anrufer sollten für eine Nichtleistung auch nicht zahlen müssen.

Am kommenden Samstag tritt die zweite Stufe einer gesetzlichen Neuregelung in Kraft. Zulässig sind Warteschleifen dann nur noch bei Gratis-Nummern oder für Anrufe mit normalen Ortsvorwahlen. Gestattet bleiben sie auch, wenn für den gesamten Anruf ein Festpreis berechnet wird. Seit 1. September gilt bereits eine Übergangsregelung, wonach die ersten zwei Minuten einer Warteschleife kostenlos sein müssen.

Verbraucherschützer beklagen seit längerem, dass in Warteschleifen von Servicenummern teils Kosten von mehreren Euro zusammenkommen. Die Neuregelungen sind Teil einer Reform des Telekommunikationsgesetzes, die 2012 beschlossen worden war.

Verbraucherministerium zu Neuregelung

Bundesnetzagentur zu Warteschleifen

Verbraucherzentrale zu Warteschleifen