Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Fronleichnams-Tag keine klare Richtung gefunden.

Börsianer sahen vor allem den Kursrutsch in Tokio als Belastung, während Konjunkturdaten aus der Eurozone stützten.

Der Dax notierte nach einem verhaltenen Start am Donnerstagmittag 0,19 Prozent höher bei 8353 Punkten. Zur Wochenmitte hatte der Leitindex wegen Ängsten vor einem Ende der lockeren Geldpolitik der Notenbanken 1,70 Prozent tiefer geschlossen.

Für den MDax ging es zuletzt um 0,11 Prozent auf 14 096 Punkte nach unten, während der TecDax 0,17 Prozent auf 965 Punkte verlor. Der EuroStoxx 50 rückte um 0,28 Prozent auf 2794 Punkte vor.

Unternehmensseitig sah die Agenda dünn aus. Im Dax ließ eine Kaufempfehlung die Titel des Versicherungskonzerns Allianz um 1,77 Prozent steigen. Dagegen gaben die Linde-Aktien optisch besonders deutlich nach.

Neben einer Abstufung ist allerdings zu berücksichtigen, dass die Titel des Gasespezialisten exklusive der ausgeschütteten Dividende von 2,70 Euro je Anteilsschein gehandelt werden - um diese bereinigt fiel das Kursminus deutlich geringer aus. Ein ähnliches Bild zeigte sich bei den Papieren der Deutschen Post, die lediglich wegen der Dividendenausschüttung im Minus notierten.

Außerhalb der wichtigen Indizes büßten die Anteilsscheine von Evonik 1,33 Prozent ein. Der Spezialchemiekonzern und sein Finanzvorstand Wolfgang Colberg gehen ab Oktober getrennte Wege. Ein Börsianer bezeichnete die Personalie als so kurz nach dem Börsengang wohl kaum geplant.