Paris (dpa) - Philipp Kohlschreiber hat kampflos die dritte Runde bei den French Open der Tennisprofis erreicht. Der Augsburger profitierte von der Absage seines taiwanesischen Gegners Lu Yen-Hsun.

Lu hatte sich zuvor eine Knöchelverletzung zugezogen und am Mittwoch im Doppel aufgegeben. Kohlschreiber trifft nun entweder auf den Russen Dmitri Tursunow oder Victor Hanescu aus Rumänien. Bei den Damen stehen bereits Angelique Kerber, Sabine Lisicki und Dinah Pfizenmaier in der dritten Runde. Folgen können noch Tommy Haas und Annika Beck. Insgesamt waren in Paris 17 deutsche Teilnehmer gestartet.

Kohlschreiber hatte sich zwar eingeschlagen, war aber nicht sonderlich überrascht von der Absage, da er den Fitnesscoach von Lu kennt. Auf seinen zweiten Einzug unter die letzten 32 in Paris reagierte der Weltranglisten-19. zwiespältig. Zwar freute sich Kohlschreiber über das kraftsparende Weiterkommen, hätte andererseits aber auch gern ein Match gespielt.

"Es wäre mir vielleicht entgegengekommen, mir Selbstvertrauen zu holen", sagte der Bayer, dem nun ein Achtelfinal-Duell mit Serbiens Weltranglisten-Erstem Novak Djokovic winkt. "Das ist eine große Chance, aber da darf man sich nicht verrückt machen", meinte er.