Rio de Janeiro (SID) - Possenspiel um den Fußball-Klassiker Brasilien gegen England: Nachdem am Donnerstagnachmittag eine Richterin in Rio de Janeiro die Partie wegen "fehlender Sicherheit für das Publikum" im wiedereröffneten Maracanã-Stadion von Rio de Janeiro untersagt hatte, nahm eine zweite gerichtliche Instanz die Entscheidung nur wenige Stunden später wieder zurück.

Laut eines Kommuniqués der Bundesregierung von Rio sei ein zur Freigabe des Stadions notwendiges Technisches Gutachten wegen eines "bürokratischen Fehlers" zunächst nicht abgegeben, aber inzwischen nachgereicht worden. Die Sicherheit der 70.000 Zuschauer für den ersten großen Test im Finalort des in zwei Wochen startenden Confed Cups sei gewährleistet, heißt es in der Stellungnahme.

Richterin Adriana Costa hatte ihre Entscheidung, das Stadion zu sperren, damit begründet, dass laut eines ersten Schriftstücks der Militärpolizei vom Mittwoch die für rund 425 Millionen Euro umgebaute Arena noch "in der Bauphase" sei. Im Bericht heißt es, dass Fans bei Auseinandersetzungen von herumliegendem Baumaterial und Steinen Gebrauch machen könnten. Zudem seien überall Bodenplatten locker.